Veranstaltungen

„… es geht voran!“

Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe „Der Rote Faden – zur Geschichte der Linken in Lüneburg“

Über drei Jahre lang haben wir uns mit der Geschichte von Linken in Lüneburg beschäftigt: Angefangen mit der Verfolgung von Linken im NS bis ins aktuelle Jahrzehnt. Bei der Abschlussveranstaltung wollen wir diskutieren, welche Schlüsse wir ziehen, was wir für heutiges politisches Handeln aus der Geschichte lernen können. Und wir fragen, was der „rote Faden“ heute eigentlich ist.

Freitag, 24.Januar 2014
19 Uhr
Infocafé Anna&Arthur
Katzenstr. 2, Lüneburg

Workshop: Umgang mit Sexismus und Grenzüberschreitungen in unseren linken Freiräumen. Entwicklung von Handlungsstrategien und Interventionsmöglichkeiten

Samstag, 9. März 2013, Infocafé Anna&Arthur, Lüneburg

Veranstalter_innen: AK Antisexismus im Anna&Arthur und Rosa Luxemburg Club Lüneburg

Anmeldung (bitte bis zum 06.03.2013): per E-Mail an anna-und-arthur@gmx.de

Weitere Informationen

Die 2000er Jahre: „Den Gipfel stürmen!“

Der Rote Faden: Ver­an­stal­tungs­rei­he zur Ge­schich­te der Lin­ken in Lü­ne­burg

Di, 15. Januar 2013, 19 Uhr, In­fo­café Anna&Ar­thur, Lü­ne­burg

Roter Faden 2000er

Die 1990er Jahre: „Nie wieder…“

Der Rote Faden: Ver­an­stal­tungs­rei­he zur Ge­schich­te der Lin­ken in Lü­ne­burg

Freitag, 11. Mai 2012, 19 Uhr, In­fo­café Anna&Ar­thur, Lü­ne­burg

Roter Faden 1990er

Geheimdienste als Fremdkörper in der Demokratie – Verfassungsschutz in Aktion

Plakat

Geheimdienste als Fremdkörper in der Demokratie – Verfassungsschutz in Aktion
Zu den Überwachungsfällen Ramelow und Gössner

Veranstaltung mit Dr. Rolf Gössner
Mittwoch, 5. Oktober 2011, 19 Uhr
Hörsaal 3, Leuphana-Campus, Scharnhorststr. 1, Lüneburg

Wie viel Geheimdienst vertragen die Demokratie und die Menschen, die in ihr leben? Dies fragen sich heute nicht nur Menschen, die sich in Lüneburg gegen Atomenergie und Castortransporte oder Neonazis engagieren und dabei vom „Verfassungsschutz“ beobachtet werden.

Dr. Rolf Gössner wird ein Stück Rechts- und Demokratiegeschichte in Deutschland aufzeigen und die Rolle des Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“ in der demokratischen Gesellschaft beleuchten. Als anschauliche Beispiele für Tätigkeit und Mentalität des „Verfassungsschutzes“ dienen dabei die Verfolgungsgeschichte des Bundes- und Landtagsabgeordneten Bodo Ramelow sowie die eigene geheimdienstliche Bespitzelung, Überwachung und Ausforschung.

Rolf Gössner wurde fast vier Jahrzehnte lang systematisch überwacht. Die Aktionen des „Verfassungsschutzes“ machten weder vor der Privatsphäre noch vor verfassungsrechtlich geschützten Berufsgeheimnissen als Anwalt und Publizist halt. Alles, was Gössner sagte und schrieb, was über ihn geschrieben wurde oder mit wem er sich traf, wurde gesammelt und verwertet – schon in seiner Zeit als Jurastudent, später als Gerichtsreferendar und seitdem ein Arbeitsleben lang in allen seinen beruflichen und ehrenamtlichen Funktionen – selbst noch als stellvertretender Richter am Staatsgerichtshof in Bremen.

Gegen seine geheimdienstliche Beobachtung erhob Rof Gössner Klage gegen die Bundesrepublik und ihr „Bundesamt für Verfassungsschutz“. Nach fünf Jahren Prozessdauer bekam er Anfang dieses Jahres mit Urteil des Verwaltungsgerichts Köln in vollem Umfang Recht: Die Überwachung war von Anfang an unverhältnismäßig und rechtswidrig. Das Gericht hat klargestellt, dass auch scharfe Kritik an Sicherheitsbehörden, Polizei und Geheimdiensten, wie sie Rof Gössner in seinen vielfältigen Publikationen und Vorträgen geübt hat, zulässig ist und er deshalb nicht zum „Extremisten“ gestempelt und auch nicht wegen seiner beruflichen Kontakte zum Beobachtungsobjekt gemacht werden darf.

Dieser Fall zeigt einen skandalösen, jahrzehntelangen Grundrechtsbruch durch eine staatliche Institution, die mangels Transparenz und Kontrollierbarkeit mit demokratischen Prinzipien kaum vereinbar ist. Rolf Gössner wird die Geschichte des „Verfassungsschutzes“ und dessen unrühmliche Praktiken in einen staats- und bürgerrechtlichen sowie gesellschaftlichen Rahmen stellen. Er wird ein Licht auf dessen historisch überholte Feindbilder werfen und sich der Frage widmen, ob Geheimdienste letztlich Fremdkörper in einer demokratischen Gesellschaft darstellen.

Zur Person:

Dr. Rolf Gössner arbeitet als Rechtsanwalt und Publizist in Bremen. Er ist Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte, stellv. Richter am Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen sowie Mitglied der Deputation für Inneres des Bremischen Bürgerschaft. Sachverständiger in Gesetzgebungsverfahren des Bundestages und von Landtagen. Mitglied der Jury zur jährlichen Verleihung des Negativpreises „BigBrotherAward“ an Datenfrevler. Mitherausgeber des „Grundrechte-Report. Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland“ und als solcher ausgezeichnet mit der Theodor-Heuss-Medaille 2008. Autor zahlreicher Bücher zum Thema Innere Sicherheit und Bürgerrechte. Internet: www.rolf-goessner.de

Eine gemeinsame Veranstaltung von:
Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, DGB – Region Nord-Ost-Niedersachsen, NOA Referat des AStA der Leuphana-Uni, Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom [LAGA], Rosa Luxemburg Club Lüneburg, SJ – Die Falken, Stadtjugendring, ver.di, VVN-BdA KV Lüneburg.

Veranstaltung mit Dr. Rolf Gössner
Mittwoch, 5. Oktober 2011, 19 Uhr
Hörsaal 3, Leuphana-Campus, Scharnhorststr. 1, Lüneburg

22.10.2011: Europa in der Schuldenkrise

am Scheideweg zwischen
radikalem Neoliberalismus und
solidarischer Gemeinschaft

Die globale Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und die daraus resultierenden Bankenrettungen und Konjunkturpakete haben Europa in eine tiefe Schuldenkrise gestürzt. Die globale Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und die daraus resultierenden Bankenrettungen und Konjunkturpakete haben Europa in eine tiefe Schuldenkrise gestürzt. Die Finanzmärkte jedoch blieben weitgehend unreguliert. Ihre Akteure spekulieren auf die Zahlungsunfähigkeit einzelner Euro-Staaten und verschärfen die Krise. Die Politik beantwortet die Schuldenkrise mit einer Politik des Sparens, des Demokratie- und Sozialabbaus, säht Missgunst und gefährdet den sozialen Zusammenhalt Europas. Doch es gibt wirksame Alternativen, die helfen die Gefahren der Finanzmärkte einzuhegen, eine faire Verteilung der Schuldenlast zu ermöglichen und eine ökologische und soziale Zukunftsperspektive für Europa bieten.

Veranstaltung mit Stephan Lindner (Attac KoKreis)

Am 22. Oktober 2011, um 18 Uhr
VHS Lüneburg, Haagestr. 4

Veranstalter:
Rosa Luxemburg Club Lüneburg in Kooperation mit
der attac – Regionalgruppe Lüneburg
DGB NO-Nds.

Die 1980er Jahre: „Feuer und Flamme!“

Der Rote Faden: Ver­an­stal­tungs­rei­he zur Ge­schich­te der Lin­ken in Lü­ne­burg

Donnerstag, 18. August 2011, 19 Uhr, In­fo­café Anna&Ar­thur, Lü­ne­burg

Roter Faden 1980er

Mo, 16.5.2011: Honduras nach dem Putsch

Widerstand gegen ein pseudo-demokratisches Regime und den Ausverkauf gen Weltmarkt

Fotos, Vortrag & Diskussion mit Kathrin Zeiske (freie Journalistin & Teilnehmerin der Delegationsreise zur Lage der Menschenrechte 2010)

In Honduras gelang es dem Präsidenten Manuel Zelaya soziale und politische Reformen anzusetzen und die mehrheitlich in Armut lebende Bevölkerung zu politisieren. Doch ein Militärputsch vereitelte im Sommer 2009 die partizipative Umwandlung des Landes.

Die Abhaltung von Wahlen unter Militärregime gaben der Putsch-Allianz aus Militärs, Unternehmern und Politikern ein scheinbar demokratisches Antlitz. Doch Menschen¬rechts¬verletzungen, politische Morde und die (Para-)Militarisierung des Landes gehen ungebrochen weiter. Während dessen unterstreicht das Regime: „Honduras is open for business“ und will sogenannte „Charter Cities“ à la Shanghai installieren.

Eine vielfältige Widerstandsbewegung aus Bauern- und Umwelt¬organisationen, Gewerkschaften, Lehrer_innen, Student_nnen, Frauen- und LGBT-Bewegung, Künstler_innen, indigenen und Garifuna-Gruppen bietet dem Regime derweilen weiter die Stirn und organisiert die Bevölkerung.

Diskutiert werden sollen auch die deutschen und europäischen Interessen in Honduras, vor deren Hintergrund die de facto-Regierung Porfirio Lobos eine vorschnelle internationale Anerkennung fand sowie die Unterstützung des Putsches durch die Friedrich-Naumann-Stiftung.

Montag, 16. Mai 2011, 19:30 Uhr
Infocafé Anna&Arthur
Katzenstr. 2, Lüneburg

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs Lüneburg

Weitere Informationen:
www.hondurasdelegation.blogspot.com
www.grenzueberschreitend.blogspot.com

Die 1970er Jahre: „Die K-Frage stellen…“

Der Rote Faden: Veranstaltungsreihe zur Geschichte der Linken in Lüneburg

Freitag, 29. April 2011, 19 Uhr, Infocafé Anna&Arthur, Lüneburg

„Die K-Frage stellen…“

Bestimmendes Moment für die 1970er Jahre war auch in Lüneburg die Entstehung einer Reihe von sogenannten K-Gruppen, die teilweise erheblich verfeindet waren und mit jeweils unterschiedlicher inhaltlicher Akzentuierung und verschiedenen Schwerpunkten ihrer Agitation arbeiteten: In Lüneburg in Schulen, in der Hochschule, aber auch in den Betrieben mit eigenen Zellen. Heute kaum vorstellbar, dass es auch innerhalb des Militärs linke Gruppen und Kämpfe gab. Bezugspunkte waren leninistische Parteikonzepte, Maoismus und nationale Befreiungskämpfe in anderen Ländern. Wichtig zu der Zeit war auch der Streit um den § 218 und die Entstehung der zweiten Frauenbewegung. Nicht zuletzt setzte sich die Linke in den 1970er Jahren mit dem bewaffneten Kampf in der BRD auseinander.

Die 1960er Jahre: „Unter den Talaren…“

Der Rote Faden: Veranstaltungsreihe zur Geschichte der Linken in Lüneburg

Freitag, 25. März 2011, 19 Uhr, Infocafé Anna&Arthur, Lüneburg

„Unter den Talaren…“

Die 1960er Jahre – das scheint allgemein bekanntes Terrain zu sein. Aber wer von uns Jüngeren weiß noch davon, dass Lüneburg eine „Rote Hochschule“ hatte, eine radikale SchülerInnen-Bewegung? Aufbruchstimmung im Zuge einer globalen Revolte… eben auch in Lüneburg.
Wir haben mit vielen Menschen gesprochen, die damals mit dabei waren, und freuen uns auf die gemeinsam mit den „ZeitzeugInnen“ vorbereitete Veranstaltung.

Roter Faden März